Ingenieurswissenschaften im Dienste der Kunst: Unter diesem Motto veranstaltete das zdi-Schüler:innenlabor FabLab Hamm Westfalen vergangene Woche die erste deutsche Qualifikation zur Olympiades de Sciences de l’Ingénieur 2026. Der internationale Wettbewerb findet jedes Jahr mit über 800 Teams in Frankreich statt.
Sechs Teams aus Hamm und Langenfeld, unterstützt vom zdi-Zentrum Hamm und dem zdi-Netzwerk Kreis Mettmann, entwickelten funktionierende Prototypen, die sie im Foyer der Hochschule Hamm-Lippstadt vor einer achtköpfigen Jury aus Hochschule, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst präsentierten.
Für das große Finale am 28. Mai 2026 in Paris qualifizierten sich zwei Teams:
Das Team Friedensschule 2 baute eine Lampe, die sich im Rhythmus des menschlichen Herzschlags öffnet und schließt. Ein Sensor überträgt die Pulsfrequenz und macht einen Mechanismus sichtbar, der sonst verborgen bleibt. Das Besondere: Das Team bestand überwiegend aus Schüler:innen mit künstlerischem Schwerpunkt. „Wir haben unsere Stärken und unser Wissen aus Kunst und Technik zusammengebracht“, erklärten sie.
Ebenfalls nach Paris reist das „Project Blindsight“ vom Beisenkamp Gymnasium in Hamm. Ein umfunktionierter 3D-Drucker macht Kunstwerke fühlbar und eröffnet neue Zugänge zu Bildern.
Auch die weiteren Teams überzeugten mit kreativen Ansätzen: Von Kleidung mit integrierten Sensoren zur Visualisierung von Emotionen über technische Neuinterpretationen des Eiffelturms bis zu einer selbstständig-laufenden Puppenkiste und der ingenieurwissenschaftlichen Darstellung von Naturphänomenen.
Die Olympiade zeigt, welches Potenzial in MINT steckt: Wo junge Menschen Technik mit Kreativität verbinden und ihre Ideen in funktionierende Prototypen übersetzen, wächst Innovationskraft.
Herzlichen Glückwunsch an die Teams und viel Erfolg für Paris!
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