Informations­veranstaltung: Einblicke in die Smart City Hamm

Auf Einladung der Kolpingsfamilie Rhynern fand am 5. März 2026 in der Familienbildungsstätte Hamm-Rhynern eine gut besuchte Informationsveranstaltung zum Thema „Einblicke in die Smart City Hamm“ statt. Von 19 bis 20.30 Uhr wurde über aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung in der Stadt Hamm informiert.

Als Referent berichtete Jan-Hendrik Bochnig von der Stadt Hamm (Leiter Referat Wirtschaft, Digitalisierung, Europa und Stadtforschung) über die Digitalisierungsstrategie der Stadt und deren Umsetzung. Er stellte verschiedene Projekte vor, die im Rahmen der Strategie bereits realisiert wurden oder sich in der Entwicklung befinden. Grundlage hierfür ist die Digitalisierungsstrategie „Menschlich – Lebenswert – Innovativ“, die der Rat der Stadt Hamm im März 2022 verabschiedet hat. Seitdem wurden für die insgesamt elf Handlungsfelder entsprechende Projektstaffeln entwickelt, evaluiert und weitergeführt. Nähere Informationen dazu sind auch unter www.digitaleshamm.de zu finden.

Besonders anschaulich wurde der Vortrag durch konkrete Projektbeispiele aus dem Stadtgebiet. Dazu zählen unter anderem die Hamm:App, intelligente Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz sowie adaptive Beleuchtungssysteme für Rad- und Fußwege an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet. Kurze Video-Clips veranschaulichten die Funktionsweise dieser Anwendungen. Für einige Teilnehmende war vor allem die Hamm:App neu; großes Interesse weckte dabei auch die Möglichkeit, sogenannte Klima-Taler zu sammeln und einzulösen.

Im Anschluss stellte Renate Niehaus-Sander (Ehrenamtliche Koordinatorin Digitalkompass Standort Hamm) den Digitalkompass Hamm vor und erläuterte dessen Bedeutung für das Handlungsfeld der digitalen Bildung innerhalb der städtischen Digitalisierungsstrategie. Sie berichtete über die vielfältigen Angebote für Seniorinnen und Senioren, etwa kostenlose Handy- und Smartphone-Sprechstunden, bei denen Unterstützung im Umgang mit digitalen Geräten angeboten wird. In besonderen Fällen sind diese Hilfen auch im Rahmen von Hausbesuchen möglich. Zudem wies sie auf spezielle Angebote für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen hin, die regelmäßig in der Freiwilligenzentrale stattfinden.

Ein zentrales Anliegen der Digitalisierungsstrategie sei es, alle Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen. Nur so könne Digitalisierung im Stadtgebiet nachhaltig erfolgreich sein.

Zum Abschluss der Veranstaltung entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit den Teilnehmenden über soziologische und gesellschaftliche Fragen: Warum fällt es gerade älteren Menschen manchmal schwer, neue digitale Angebote zu nutzen? Und wie viel Digitalisierung tut einer Gesellschaft langfristig gut? Diese Fragen könnten, so der Tenor des Abends, Stoff für eine weitere Veranstaltung mit ergänzenden Perspektiven bieten.

Zum Projekt Digital-Kompass 

Bericht von Renate Niehaus-Sander

Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Wir werden uns in kürze bei Ihnen melden.