Die Stadt Hamm hat im aktuellen Smart City Ranking 2025 der Haselhorst Associates GmbH einen bedeutenden Sprung nach vorne gemacht. Unter 417 deutschen Städten ab 30.000 Einwohner:innen konnte sich Hamm im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze verbessern und belegt nun Rang 31. Mit 41,52 Prozent erreicht die Stadt ihre bislang höchste Gesamtwertung und unterstreicht damit ihre Fortschritte in der digitalen Transformation.
Besonders in den Bereichen Mobilität, Verwaltung und digitale Infrastruktur zeigen sich deutliche Verbesserungen. So stieg das Handlungsfeld Mobilität seit 2023 um elf Prozentpunkte auf nun 41 Prozent, der Bereich Verwaltung legte von 30 auf 40 Prozent zu, und die digitale Infrastruktur wuchs von neun auf 15 Prozent. Grundlage dieser Fortschritte bildet eine solide strategische Basis, die im aktuellen Ranking mit 97 Prozent bewertet wurde.
Unter der Dachmarke Digitales:Hamm werden sämtliche Projekte und Maßnahmen gebündelt, die Hamm auf dem Weg zur Smart City voranbringen. Ein neu eingeführtes Smart City Dashboard auf der städtischen Website digitaleshamm.de macht transparent, wie die Strategie konkret umgesetzt wird. Die steigenden Werte im Ranking zeigen, dass Hamm nicht nur konzeptionell, sondern auch praktisch kontinuierlich voranschreitet.
Ein konkretes Projektbeispiel, dass auf diese Entwicklung Einfluss nimmt, wurde am 04. September 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt: das neu überarbeitete digitale Geodatenportal. Unter der Federführung des Vermessungs- und Katasteramts der Stadtverwaltung wurde das Portal technisch modernisiert und inhaltlich erweitert. Es bietet Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten ein leistungsfähiges und benutzerfreundliches Werkzeug, um Informationen rund um das Stadtgebiet interaktiv zu erkunden. Neben Funktionen wie der Messung von Strecken und Flächen oder der Routenplanung umfasst das Portal aktuell über 66 Datensätze, darunter Wochenmärkte, Laufstrecken, Jugend- und Stadtteilzentren, Schiedsamtsbezirke und Hofläden.
Das Geodatenportal wird kontinuierlich weiterentwickelt und steht beispielhaft für den Anspruch der Stadt, offene Daten besser nutzbar zu machen, digitale Teilhabe zu fördern und die Bereiche Innovation, Wirtschaft und Bürgerbeteiligung sinnvoll zu verbinden. Offene Geodaten schaffen Transparenz und bieten Unternehmen, Planenden und der Öffentlichkeit im Allgemeinen wertvolle Grundlagen zur Entwicklung neuer Anwendungen. Gleichzeitig profitieren Bürgerinnen und Bürger direkt im Alltag von nutzerorientierten Funktionen, die Orientierung erleichtern und informierte Entscheidungen ermöglichen.
Ab sofort ist das Geodatenportal über die Startseite der städtischen Website unter dem Menüpunkt „Stadtplan und Geodaten“ zugänglich. Die Themenauswahl ist bewusst benutzerfreundlich gestaltet, sodass Interessierte gezielt die für sie relevanten Informationen auswählen können. So lassen sich gezielt Einrichtungen wie Schulen, Kinderärzte oder Ladesäulen für E-Mobilität anzeigen – inklusive praktischer Routenplanung. Neu zugezogen? Dann hilft die Eingabe der eigenen Wohnadresse, sich zurechtzufinden und Angebote wie Haltestellen, Grünflächen oder Freizeitaktivitäten in zum Beispiel 5 oder 10 Kilometern Entfernung zu entdecken. Auch Informationen zur beliebten Hammer Karte, etwa wo sie erworben und eingelöst werden kann, sind über das Portal abrufbar. Für Bauwillige bietet das Geodatenportal transparenten Zugriff auf wichtige Liegenschaftsdaten wie das Solarpotenzialkataster – eine wertvolle Unterstützung bei Planung und Entscheidungsfindung.
Mit diesen Funktionen wird das Geodatenportal zu einem praxisnahen Werkzeug, das die digitale Transformation der Stadtgesellschaft erlebbar macht. Er zeigt, wie digitale Angebote Innovation fördern, wirtschaftliche Impulse setzen und zugleich einen echten Mehrwert für alle Bürgerinnen und Bürger schaffen.
„Die Verbesserung im Ranking ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit entlang einer klaren Digitalisierungsstrategie – mit engagierten Teams in vielen Fachbereichen und einem klaren Fokus auf den praktischen Nutzen für die Menschen in unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Marc Herter. „Ein gutes Beispiel dafür ist das neue digitale Geodatenportal, das zeigt, wie digitale Lösungen im Alltag Orientierung schaffen, Transparenz fördern und den Zugang zu städtischen Informationen deutlich vereinfachen.“
Die Entwicklung von 35,6 Prozent im Jahr 2023 über 38,2 Prozent 2024 bis hin zu den aktuellen 41,52 Prozent verdeutlicht den kontinuierlichen und zielgerichteten Weg der Smart City Hamm.
Mit der Platzierung unter den Top 35 beweist Hamm, dass auch Städte mittlerer Größe eine aktive und gestaltende Rolle in der Smart City-Transformation übernehmen können. Projekte wie das neue Geodatenportal zeigen eindrucksvoll, wie konkrete digitale Angebote im Alltag Wirkung entfalten. Die Stadt Hamm wird diesen Weg konsequent weitergehen, neue Impulse setzen und die digitale sowie nachhaltige Stadtentwicklung im Sinne der Menschen vor Ort gestalten – ganz im Sinne des Leitmotivs der Digitalisierungsstrategie: menschlich.lebenswert.innovativ.
Auf dem Foto zu sehen sind (von links): Marion Kötters-Wenner (Vorsitzende Ausschuss für Digitalisierung und Innovation), Helen Paulmann (Abteilungsleiterin Kataster/Geodaten), Andreas Koerdt (Sachgebietsleiter Geodatenmanagement), Heiko Leistner (Amtsleiter Vermessungs- und Katasteramt), Oberbürgermeister Marc Herter, Stadtbaurat Andreas Mentz und Jennifer Klinge (Chief Digital Officer). © Thorsten Hübner / Stadt Hamm