PROJEKTSTAND: In Umsetzung
PROJEKTZEITRAUM: seit 2021
PROJEKTBESCHREIBUNG:
Die OZG-Umsetzung in Hamm befasste sich ursprünglich mit der Digitalisierung zentral vorgegebener Antragsleistungen mit dem Ziel, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Anträge digital an die Verwaltung stellen können. Die relevanten Leistungen wurden dabei zentral über den IT-Planungsrat vorgegeben. Das Kernprojekt zur Digitalisierung der entsprechenden Leistungen wurde Ende 2024 abgeschlossen. Bis dahin wurde in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachämtern die Vorgehensweise zur Digitalisierung der jeweiligen Leistungen abgestimmt. Sofern angeboten, wurden vorrangig zentrale digitale Bundes- und Landeslösungen (sog. EfA-Leistungen („Einer-für-Alle“-Leistungen)) nachgenutzt. Falls solche Lösungen nicht zentral angeboten wurden, wurden entweder stadtintern entsprechende Antragsformulare erstellt oder auf vorhandene FormSolutions-Formulare zurückgegriffen. In Einzelfällen kam auch die Anbindung von Fachverfahrensmodulen zum Einsatz. Vor diesem Hintergrund sind etwa 70 % der OZG-Leistungen umgesetzt. Bei den verbliebenen noch nicht umgesetzten OZG-Leistungen handelt es sich überwiegend um solche, bei denen die Bereitstellung zentraler Bundes- oder Landeslösungen abgewartet werden muss. Sobald diese zur Verfügung stehen, wird die Nachnutzung in Hamm umgesetzt.
Neben der Digitalisierung von Antragsleistungen ist das Projekt mittlerweile in eine nächste Phase übergegangen. Vor dem Hintergrund neuer Digitalisierungsvorhaben des Bundes wird aktuell die Anbindung der EUDI-Wallet zu Januar 2027 vorbereitet. Hierzu werden ebenso geeignete Use-Cases identifiziert, damit die Wallet zu einem möglichst zeitnahen Zeitpunkt zu einem Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger in Hammführt. Ebenso wird der Fortschritt bei der Entwicklung von NOOTS verfolgt, um zukünftig automatisierte Registerabfragen zwischen Behörden ermöglichen zu können.
Darüber hinaus wird die Nutzung eines digitalen Rückkanals zum Bürger geprüft, um bereits digitale Antragsleistungen zukünftig sukzessive auch Ende-zu-Ende-digitalisiert anbieten zu können.
PROJEKTBETEILIGTE:
Stadt Hamm, Land und Bund
MEILENSTEINE:
- Überblick OZG
- Umsetzungsstrategie erarbeiten
- Umsetzungsstrategie ämterspezifisch abstimmen
- OZG-Umsetzung durchführen
PHASE 2:
- EUDI-Wallet-Anbindung umsetzen
- EUDI-Wallet angebunden (01/27)
- Fortschritt Neo-Pilotprojekt (Ende-zu-Ende-Digitalisierung) begleiten und anbinden
- NOOTS-Anbindungsaktivitäten vorantreiben (Registermodernisierung)
AKTUELLE ERGEBNISSE:
Bislang wurden in der Stadt Hamm folgende o.g. EfA-Leistungen angebunden:
- Ehrenamtskarte,
- Wohnsitzanmeldung,
- Untersuchungsberechtigungsschein,
- Wirtschaftsserviceportal,
- Wohngeld,
- Unterhaltsvorschuss,
- Aufenthaltstitel,
- Elterngeld,
- Bauportal,
- Denkmal
In Anbindung befindet sich die EfA-Leistung „Einbürgerung“.
ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG:
Für weitere Informationen zu den zutreffenden Nachhaltigkeitszielen, klicken Sie auf die entsprechende Kachel.
Vorteile & Herausforderungen
Vorteile
- Durch die Digitalisierung von Antragsleistungen werden Prozesse für Bürgerschaft und Unternehmen vereinfacht und effizienter gestaltet. Zudem erhöht sich die Möglichkeit der maschinellen Weiterverarbeitung von Daten, was zu einem zusätzlichen Potential für die automatisierte Prozessbearbeitung führt.
HErausforderungen
- Die bislang von Bundesländern und Bund bereitgestellten EfA-Leistungen führen häufig dazu, dass Schnittstellen an den eingesetzten Fachverfahren implementiert werden müssen, da die Lösungen nicht einheitlich programmiert sind und damit nicht unmittelbar kompatibel mit der kommunalen IT-Infrastruktur sind.
- Für die noch nicht umgesetzten OZG-Leistungen ist weiterhin die Nachnutzung der verbliebenen EfA-Leistungen auf Bundes- bzw. Landesebe abzuwarten.