© Thorsten Hübner
PROJEKTSTAND: Umgesetzt
PROJEKTBESCHREIBUNG:
Im Kurpark Hamm werden smarte Feuchtigkeitssensoren eingesetzt, um den wertvollen Altbaumbestand gezielter zu schützen und langfristig zu erhalten. Dafür wurden nahe einer alten Buche sowie an einer Gruppe von Nadelbäumen Sensoren in unterschiedlichen Bodentiefen eingebracht, die regelmäßig Daten zur Wasserversorgung und zu möglichen Belastungen wie Staunässe liefern. Ergänzt wird das Monitoring durch Bodenproben und fachgutachterliche Auswertungen, um künftige Bewässerungs- und Düngemaßnahmen präziser, bedarfsgerechter und nachhaltiger planen zu können. So verbindet das Projekt moderne Sensortechnik mit praktischer Grünflächenpflege und schafft eine fundierte Grundlage für den Erhalt wichtiger Stadtbäume im Kurpark.
PROJEKTLEITUNG:
Stadt Hamm
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Vorteile & Herausforderungen
Vorteile
- Das Projekt schafft eine fundierte Datengrundlage, um Erhaltungsmaßnahmen für ältere Bäume nicht nur nach Erfahrung, sondern gezielt nach tatsächlichem Bedarf auszurichten.
- Durch die Messung in verschiedenen Bodentiefen entsteht ein deutlich genaueres Bild der Wasserversorgung und möglicher Problemfelder im Wurzelraum.
- Die regelmäßige Übermittlung der Messwerte ermöglicht eine kontinuierliche Beobachtung und damit ein vorausschauenderes Handeln in der Baumpflege.
- Die Verbindung aus Sensordaten, Bodenproben und fachlicher Auswertung erhöht die Qualität der Entscheidungen bei Bewässerung und Düngung erheblich.
- Besonders stark ist der praktische Nutzen: Die Erkenntnisse aus zwei Messstandorten sollen auf weitere Bäume im Kurpark übertragbar sein und damit einen Mehrwert für den gesamten Bestand schaffen.
- Das Projekt zeigt anschaulich, wie digitale Technologien ganz konkret zum Schutz städtischer Umwelt und zur Aufwertung öffentlicher Grünflächen beitragen können.
HErausforderungen
- Damit aus den Messdaten ein echter Mehrwert entsteht, braucht es eine kontinuierliche fachliche Auswertung und die konsequente Ableitung geeigneter Maßnahmen.
- Die Wirkung des Projekts entfaltet sich vor allem mittel- bis langfristig, da belastbare Handlungsempfehlungen erst durch die Beobachtung über mehrere Jahre entstehen.
- Die Übertragbarkeit auf weitere Bäume ist ein großer Vorteil, setzt aber zugleich voraus, dass Bodenverhältnisse und Standortbedingungen weiterhin sorgfältig betrachtet werden.
- Die Technik muss sensibel in bestehende Wurzelräume eingebracht werden, damit der Schutz der Bäume bereits beim Einbau konsequent mitgedacht wird.
- Das Projekt macht deutlich, dass smarte Lösungen ihre volle Stärke besonders dann zeigen, wenn digitale Technik, wissenschaftliche Analyse und praktische Grünpflege eng zusammenspielen.