© Thorsten Hübner
PROJEKTSTAND: Umgesetzt
PROJEKTZEITRAUM:
Gesamtprojekt: 2016 bis 2023, seit 2023 steht die App dauerhaft zur Verfügung
PROJEKTBESCHREIBUNG:
Die App ist im Rahmen des Naturschutzprojektes „Erlebensraum Lippeaue“ zur Ergänzung des Informationssystems entstanden. Das Gesamtprojekt wurde gemeinschaftlich von der Stadt Hamm und dem Lippeverband von 2016-2023 umgesetzt. Die Entwicklung der App wurde durch Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)“ finanziert. Auch über den genannten Zeitraum hinaus steht die App BesucherInnen des Projektgebietes zur Nutzung zur Verfügung.
Hintergrund:
In den letzten Jahrhunderten hat der Mensch die Lippe und ihre Aue intensiv genutzt, beispielsweise als Transportweg und Siedlungsraum, zur Energiegewinnung oder als Anbaufläche für Nahrungsmittel. Dazu wurde der Fluss begradigt, seine Ufer mit Steinen befestigt, Stauanlagen, Deiche und Entwässerungsgräben angelegt. Durch diese massiven Veränderungen wurde das Ökosystem Lippeaue empfindlich gestört. Viele wertvolle Lebensräume und damit auch die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten verschwanden. Zudem war die Aue als Naherholungsbereich für Bürgerinnen und Bürger wenig attraktiv.
Durch gezielte wasserbauliche und naturschutzfachliche Maßnahmen wurde der natürliche Charakter der Lippe und ihrer Aue wiederhergestellt. Die Maßnahmen dienen nicht nur der gesetzlich vorgegebenen ökologischen Verbesserung der Lippeaue. Durch die gezielte Entwicklung von Auenflächen in Freiräumen entstehen Flächen, in denen Hochwasser kontrolliert aufgenommen werden kann. So können langfristig Hochwasserspitzen abgemildert und bebaute Bereiche hochwasserfrei gehalten werden. Dies wirkt sich nicht nur unmittelbar auf die Flächen innerhalb des Projektgebietes aus, sondern insbesondere auf die Lippeabschnitte, die unterhalb, also in Richtung Westen liegen.
Zudem wird behutsam der Freizeit- und Erholungswert in der Aue gesteigert. Neue Fuß- und Radwegeverbindungen führen durch die Aue. Informationstafeln und Aussichtspunkte machen die Natur „erlebbar“.
Durch die „Erlebensraum Lippeaue“ App kann nun die faszinierende Natur der Lippeaue entdeckt werden. Die App ist eine Ergänzung insbesondere zu den Informationstafeln im Projektgebiet, auch aber zu den weiteren Informationesmöglichkeiten, wie der Internetseite der Stadt Hamm und den Broschüren, etc..
Aufgeteilt in die Abschnitte „Westen“, „Mitte“ und „Osten“ erhalten NutzerInnen der App Informationen über das Projektgebiet aber auch interessante Fakten über die Tier- und Pflanzenwelt der Lippeaue.
Die 21 Stationen können direkt in der App oder über Einscannen der QR-Codes an den Informationstafeln geöffnet werden. NutzerInnen können mit Hilfe von Augmented-Reality- Elementen die Bewohner der Lippeaue Biber, Eisvogel und Meerforelle hautnah kennenlernen. Mit der Erlebensraum Lippeaue-App wird der nächste Ausflug in die Natur zu einem unvergesslichen Erlebnis!
PROJEKTLEITUNG:
Stadt Hamm
Für weitere Informationen zu den zutreffenden Nachhaltigkeitszielen, klicken Sie auf die entsprechende Kachel.
Vorteile & Herausforderungen
Vorteile
- Hochwasserschutz: Schaffung von Retentionsräumen für Hochwasser und Starkregenereignisse.
- Biodiversität: Mehr Lebensraum für Flora und Fauna.
- Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Bildung und in die Gemeinschaft und Verbesserung des öffentlichen Raums/Wohnumfeldes.
- Schaffung von innenstadtnahem Freizeit- und Erholungsraum, sowie einer Naturerlebnisfläche, dadurch Steigerung der Lebensqualität von Bürgerinnen und Bürger.
- Umweltbewusstsein: Steigerung des Bewusstseins für den Naturschutz.
- Verminderung sozialer, gesellschaftlicher und bildungspolitischer Ausgrenzung benachteiligter Gruppen und Förderung der Integration.
- Aufwertung von innenstadtnahen Bereichen mit Vernetzungswirkung in die angrenzenden Stadtteile.
- Belebung der Innenstadt.
- Beruhigung der angrenzenden Auenabschnitte zum Schutz der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten durch eine gezielte Besucherlenkung.
HErausforderungen
- Komplexität: Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung der Projektmaßnahmen.
- Koordination: Abstimmung zwischen verschiedenen Beteiligten und Organisationen.
- Werbung und Bekanntmachung: Intensive Öffentlichkeitsarbeit erforderlich, um viele BürgerInnen zu erreichen.